Warum Wandern im Nationalpark Hunsrück-Hochwald uns den Winter versüßt hat

Der Frühling hält langsam aber sicher Einzug und endlich geht die Wander-Saison wieder richtig los. Doch wer gerne draußen unterwegs ist, will natürlich auch in den Wintermonaten nicht darauf verzichten. Auch Igor und ich haben die kalten Monate genutzt und waren fast jedes Wochenende in der Natur unterwegs. Unsere Touren haben uns dabei wahrhaftig den Winter versüßt. Warum, erzähle ich euch im Folgenden.

Warum Wandern im Nationalpark Hunsrück-Hochwald uns den Winter versüßt hat

Es ist ein grauer Januarmorgen und die meisten Leute die ich kenne freuen sich, wenn sie das Wochenende eingekuschelt auf der Couch verbringen können. Eine Tasse Tee, eine Netflix-Serie und vielleicht ein paar leckere Snack – auch ich mag das ab und zu ganz gerne, aber trotzdem zieht es mich auch im Winter nach draußen. Wenn der Raureif die Wiesen bedeckt, Nebel und Frost den Wald in ein echte Märchenlandschaft verwandeln und man draußen kaum anderen Wanderern begegnet, sind die Traumschleifen in der Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald besonders spannend. Mein Freund Igor und ich waren von Ende Dezember bis März auf fast allen Nationalpark-Traumschleifen unterwegs. Mal war es klirrend kalt, mal war es nebelig und manchmal sogar sonnig. Eines hatten die Touren auf jeden Fall alle gemeinsam: Sie haben uns die Winterwochenenden versüßt! 

Traumschleife Gipfelrauschen

Es ist eisig kalt als wir am 5. Januar 2019 mit unserem Van Richtung Erbeskopf fahren. Während wir von Trier aus weiter Richtung Hunsrück-Hochwald fahren, sehen wir am Straßenrand auch schon den ersten Schnee. Am Hunsrückhaus (672 hm) hat der Winter Einzug gehalten: Zwar ist der Skilift noch nicht geöffnet, allerdings sind schon einige Kinder mit ihren Schlitten unterwegs. Wir schlüpfen in unsere dicken Jacken, Handschuhe und Mütze und machen uns auf den Weg. Vor uns liegt die rund 7,4 Kilometer lange Traumschleife und eine rund dreistündige Wanderung auf den höchsten Berg Rheinland-Pfalz (816 m). Der Weg führt uns über unzählige Windungen durch den Hunsrückwald und das Ehlesbruch Moorgebiet. Im Nebel sieht die Landschaft besonders mystisch aus. An der Gipfelskulptur Windklang weht uns ein eisiger Wind um die Ohren und wir sehen die eigene Hand nicht mehr vor Augen. 

Warum Wandern im Nationalpark Hunsrück-Hochwald uns den Winter versüßt hat
Warum Wandern im Nationalpark Hunsrück-Hochwald uns den Winter versüßt hat

Traumschleife Trauntal-Höhenweg

Eine Woche später zieht es uns erneut nach draußen. Diesmal wollen wir die 14 Kilometer lange Traumschleife Trauntal-Höhenweg  in Angriff nehmen. Diese Tour führt uns durch verwunschene Wälder bis zur keltischen Höhenbefestigung „Vorkastell“. Von hier aus hat man normalerweise einen traumhaften Blick in den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Bei uns ist die Sicht eher diesig, die „verwunschenen“ Waldwege entschädigen aber.

Warum Wandern im Nationalpark Hunsrück-Hochwald uns den Winter versüßt hat

Traumschleife Kirschweiler Festung

Als wir am 20. Januar aufwachen, scheint die Sonne! Also holen wir erneut unsere Wanderschuhe raus und machen uns auf den Weg in den Nationalpark. Wir entscheiden uns für die 9,1 Kilometer lange Traumschleife Kirschweiler-Festung. Ein absoluter Höhepunkt sind die Felsen der „Festung“ und der atemberaubende Ausblick, den man von hier aus hat. Die erste Winter-Wanderung, bei der wir tatsächlich mehr als nur Nebel an einem Aussichtspunkt sehen.

Warum Wandern im Nationalpark Hunsrück-Hochwald uns den Winter versüßt hat
Warum Wandern im Nationalpark Hunsrück-Hochwald uns den Winter versüßt hat

Traumschleife Börfinker Ochsentour

Nur ein paar Wochen später, an einem kalten Februarmorgen, ist es wieder vorbei mit dem Sonnenschein. Sogar in Trier sind über Nacht ein paar Flocken Schnee gefallen und wir sind gespannt, was uns wohl im Nationalpark erwartet. Wir werden nicht enttäuscht: Der Schnee liegt kniehoch und wir fühlen uns direkt, wie in einer anderen Welt. Durch die weiße Pracht ist die 9 Kilometer lange Traumschleife „Börfinker Ochsentour“ ganz schön anstrengend. Wir stapfen durch den hohen Schnee und begegnen weit und breit keinen anderen Menschen. 

Warum Wandern im Nationalpark Hunsrück-Hochwald uns den Winter versüßt hat

Winterwandern im Nationalpark Hunsrück-Hochwald hat uns jedes Mal in eine andere Welt versetzt. Wer in Rheinland-Pfalz, dem Saarland oder der Nähe wohnt, muss nicht weit fahren, um atemberaubender Natur zu begegnen und auf nicht überlaufenen Wegen unterwegs zu sein. Fast jedes Wochenende haben wir eine neue Route erkundet und so sind der Januar, Februar und März wie im Fluge vergangen. Nun freuen wir uns auf alle anstehenden Frühlings-Wanderungen.

Übrigens: All unsere Touren haben wir bei Instagram in kleinen Videos festgehalten. Diese findet ihr ganz leicht, wenn ihr nach dem Hashtag #brinaloveshiking sucht. Viel Spaß beim Anschauen!

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6 Kommentare

  1. Lisa
    April 13, 2019 / 2:29 pm

    Wie cool ist das bitte?! Endlich ein paar sinnvolle Tipps wie man den Winter und das Wochenende perfekt in der Natur ausnutzt ohne direkt in die Berge zum Ski fahren zu flüchten. Danke für diesen Beitrag! Grüße, Lisa

    • Brina
      April 17, 2019 / 5:56 pm

      Hallo Lisa, sehr gerne 🙂

  2. Olga
    April 13, 2019 / 2:31 pm

    Ein schöner Beitrag! Danke für die Tipps. Sind die Traumschleifen auch mit Kind gut begehbar? Oder eher nicht empfehlenswert?

    LG Olga

    • Brina
      April 17, 2019 / 5:56 pm

      Hallo Olga, die meisten Traumschleifen sind auch mit Kindern kein Problem. Sind ja auch ein paar unter 10 Kilometer dabei :-). LG

  3. Björn
    April 13, 2019 / 2:38 pm

    Diese Natur und Landschaft ähnelt doch sehr der in Kanada. Ich bin ehrlicherweise begeistert und hätte nicht gedacht direkt vor der „Tür“ und sogar regional sowas wieder zu finden! Danke für die Tipps!

    Björn

    • Brina
      April 17, 2019 / 5:57 pm

      Hallo Björn, hahah netter Vergleich mit Kanada! Aber es ist tatsächlich auch hier wunderschön!“ LG